Beirat

Der wissenschaftliche Beirat

Prof. Dr. med. Heinz Wiendl

Herr Wiendl studierte Psychologie und Medizin an den Universitäten Erlangen, Basel und Duke (USA) und absolvierte seine Facharztausbildung an den Universitäten Erlangen und Tübingen, bevor er 2004 auf eine C3-Professur für Neurologie, Schwerpunkt Neuroimmunologie an der Universität Würzburg berufen wurde. Im Jahr 2010 nahm er die Position als W3-Professor und Direktor der Klinik für Neurologie – Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems  und Neuroonkologie nach Münster an. Seit 2013 ist er Direktor der Klinik für Allgemeine Neurologie und Dekan für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Erforschung von entzündlichen Mechanismen der Neurodegeneration, Mechanismen der Immunregulation und Immunprotektion sowie Biomarkerentwicklung.

Herr Wiendl hat für seine Arbeiten mehrere Preise erhalten (u. a. den Pette-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie) und ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken, Gremien und Begutachtungskommissionen (u. a. Deutsche Forschungsgemeinschaft).

Prof. Dr. med. Burkhard Becher

Burkhard Becher studierte an der Universität Köln Biologie. Im Anschluss daran befasste er sich er an der McGill-Universität im kanadischen Montréal mit den Interaktionen zwischen dem Nerven- und Immunsystem. Diese Arbeit setzte er als Postdoc an der Dartmouth Medical School in New Hampshire/USA fort. 2003 wurde er als Assistenzprofessor an die Uni Zürich berufen, wo er 2008 auch zum Professor für experimentelle Immunologie befördert wurde. Aktuell ist Burkhard Becher Direktor des Institutes für experimentelle Immunologie und leitet die Arbeitsgruppe Neuro- und Tumorimmunologie.
Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt Burkhard Becher mehrere internationale Auszeichnungen. Seine Aufsätze wurden in führenden wissenschaftlichen Journalen (Nature Journals, Science etc.) veröffentlicht. 

Prof. Dr. med. Martin Bendszus

Martin Bendszus ist Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroradiologie der Universität Heidelberg. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in innovativen bildgebenden Verfahren in der Neuroonkologie sowie Neuroimmunologie. Mit der Magnetresonanz-Neurographie hat er einen neuen bildgebenden Ansatz in der Diagnostik von Erkrankungen des peripheren Nervensystems geprägt. Darüber hinaus ist ein weiterer Schwerpunkt in der vaskulären Neurologie, insbesondere der interventionellen Behandlung zerebrovaskulärer Erkrankungen.
Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde Prof. Bendszus mit verschiedenen nationalen wie internationalen Preisen ausgezeichnet, wie dem Kurt-Decker-Preis, Röntgen-Preis, Coolidge-Award, Lucien-Appel-Award, sowie dem Hermann-Holthusen-Ring der Deutschen Röntgengesellschaft.

 

Prof. Dr. med. Christoph Kleinschnitz

Christoph Kleinschnitz hat in Würzburg Medizin studiert und seine Ausbildung zum Neurologen an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Würzburg unter dem damaligen Direktor Prof. Dr. Klaus Toyka abgeschlossen. Dort war er bis 2016 als Geschäftsführender Oberarzt tätig und besetzte ab 2011eine W2-Professur für Schlaganfallmedizin an die Universität Würzburg. Im Mai 2016 wurde er auf die Professur für Neurologie am Universitätsklinikum Essen berufen und übernahm die Leitung der dortigen Klinik für Neurologie.

Neben den zerebrovaskulären Erkrankungen beschäftigt sich Christoph Kleinschnitz wissenschaftlich und klinisch mit thrombo-inflammatorischen Prozessen bei der Multiplen Sklerose. Seine Arbeiten wurden mehrfach prämiert, u.a. mit dem Heinrich-Pette-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (2011) oder dem Pro-Scientia-Förderpreis der Eckhart-Buddecke-Stiftung, Münster (2010).

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Sven G. Meuth, MHBA

Herr Meuth studierte Medizin und Neurowissenschaften in Magdeburg, Basel und Dallas und absolvierte seine Facharztausbildung in Würzburg bevor er 2010 als W3 Professor für Neuropathophysiologie (Institut für Physiologie) und stellvertretender Klinikdirektor (Klinik für Neurologie) an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen wurde. Seit Mai 2016 ist er zudem Direktor des neu gegründeten Instituts für translationale Neurologie Münster.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Erforschung Ionenkanal-vermittelter Mechanismen bei entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Multipler Sklerose, Schlaganfall). Das übergeordnete Ziel ist durch einen translationalen Forschungsansatz die gewonnen Erkenntnisse zeitnah in innovative Behandlungskonzepte für die betroffenen Patienten umzusetzen.

Prof. Dr. med. Marco Prinz

Marco Prinz studierte Medizin und promovierte an der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Anschluss arbeitete er am Max-Delbrück-Centre (MDC) für Molekulare Medizin Berlin sowie am Universitätsspital Zürich. Seit 2008 ist er Ärztlicher Direktor am Institut für Neuropathologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Schwerpunkt seiner Forschung ist die Rolle des angeborenen Immunsystems des Gehirns bei entzündlichen und neurodegenerativen ZNS-Erkrankungen. Es konnte grundlegende Mechanismen der Immunregulation in Hirnmakrophagen und Mikrogliazellen klären. Die Ergebnisse seiner Arbeit wurden in führenden wissenschaftlichen Journalen wie Nature, Science und Nature Neuroscience veröffentlicht.

Seit 2009 ist Prof. Prinz Co-Sprecher der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschergruppe 1336 über den Ursprung und die Funktion von Hirnmakrophagen. Aktuell organisiert er internationale Konferenzen zur Neuroimmunologie für das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), eines der bekanntesten biologischen Forschungslabors der Welt sowie für die weltweit arbeitende Organisation Keystone. Prof. Prinz ist Mitglied in Editorial Boards zahlreicher wissenschaftlicher Journale und im wissenschaftlichen Beirat mehrerer philantroper Stiftungen. 

Prof. Dr. med. Walter Stummer

Herr Stummer ist Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster.

Prof. Dr. med. Ulf Ziemann

Ulf Ziemann ist Direktor der Abteilung Neurologie sowie des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Seine klinischen Schwerpunkte umfassen die vaskuläre Neurologie, die Neuroimmunologie sowie die klinische Neurophysiologie. Der Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt in der Systemneurophysiologie. Sie befasst sich mit der Fähigkeit von neuronalen Netzwerken, auf Erregung zu reagieren und zu Lernen, sowie mit der Verbindung zwischen Nervenzellen (Konnektivität), außerdem mit der Änderung der Aktivität in Synapsen (Plastizität). Zu diesen Themen hat Prof. Ziemann mehr als 250 Aufsätze in hochrangigen Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht. Er ist Herausgeber der neurologischen Fachjournale Clinical Neurophysiology, Brain Stimulation und Frontiers in Human Neuroscience. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Richard-Jung-Preis der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (2006), dem  NIH Merit Award (1999) und dem NIH Fellowship Award for Research Excellence (1998).